Öffnungs- und Tiervergabezeiten
Di. - Do.: 15:00 – 17:00 Uhr, Fr. und Sa.: 13:00 – 17:00 Uhr.
Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.
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Das Projekt

In der Donaustadt entstand mit dem TierQuarTier Wien ein neues Zuhause für mehr als 150 Hunde, rund 300 Katzen und hunderte Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen.

Hintergrund

Laut § 30 Tierschutzgesetz hat die Stadt Wien die gesetzliche Verpflichtung, entlaufene, ausgesetzte, zurückgelassene sowie von der Behörde beschlagnahmte oder abgenommene Tiere zu versorgen. Bereits seit 2010 arbeitete die Stadt Wien sehr intensiv an einem Masterplan „Tierversorgung neu“ für eine nachhaltige und zeitgemäße Tierversorgung in Wien.

Den Start machte im Oktober 2010 das 1. österreichische Tierheimsymposium mit Tierschützerinnen und Tierschützern aus ganz Österreich. Die Tierschutzombudsstelle Wien hatte in der Folge mehrere Arbeitsgruppen zu Fragen der modernen Tierversorgung ins Leben gerufen. Die Schlussfolgerungen der mehrjährigen intensiven Beschäftigung waren, dass die Stadt Wien die Versorgung der verlassenen, ausgesetzten, entlaufenen und beschlagnahmten Tiere künftig selber in die Hand nimmt.

Damit das TierQuarTier Wien den hohen Anforderungen einer zeitgemäßen Tierbetreuung entspricht, wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten viel Zeit in die Vorbereitung und Planung investiert. Der Spatenstich fiel am 29. August 2013. Mit der Fertigstellung im Jahr 2015 verfügt Wien mit dem TierQuarTier über eines der modernsten Tierschutz-Kompetenz-Zentren Europas.

Anforderungen an den Bau

Der Bau ist an viele und vor allem hohe Anforderungen geknüpft. Auf der einen Seite ist die Verwendung von langlebigen, kratzfesten Materialen wichtig und auf der anderen, dass sich die tierischen Bewohnerinnen und Bewohner des TierQuarTier Wien wohlfühlen. Daher müssen die Außenbereiche, Zwinger und Käfige nicht nur funktional, sondern auch artgerecht und weitläufig gestaltet werden.

Auf modernsten Quarantänestationen werden ehemals umherstreunende oder vernachlässigte Tiere veterinärmedizinisch behandelt und gepflegt. Weitere Anforderungen an den Bau sind kurze Wege für die Angestellten und Besucherfreundlichkeit. Hierbei spielen neben einem freundlichen und gemütlichen Ambiente einfache und verständliche Leitsysteme sowie unterschiedlichste Begegnungsmöglichkeiten zwischen Mensch und Tier eine zentrale Rolle.

Für die Hygiene innerhalb der Gehege und Zwinger sorgen geruchsabweisende Baumaterialien und ein ausgeklügeltes Lüftungs- und Heizsystem. Durch das Filtern der Abluft wird auch verhindert, dass es für die direkten Anrainerinnen und Anrainer zu Geruchsbelästigung kommt.

Internationales Know-how für Wiens Tiere

Die englische Firma AGORA, weltweit anerkannter Spezialist im Bereich Planung und Bau von Tierschutz-Kompetenz-Zentren stand dem TierQuarTier Wien beratend zur Seite.

Tierschutz und Umweltschutz gehen Hand in Hand

Beim Bau des TierQuarTier Wien wurde neben Tierschutz-Aspekten natürlich auch auf den Einsatz umweltfreundlicher Energie Wert gelegt. Die benachbarte moderne Mülldeponie Rautenweg produziert jährlich Strom aus Gärgasen für 3.000 Wiener Haushalte. Sie versorgt auch das TierQuarTier Wien mit sauberer Energie.

Somit gehen im TierQuarTier Wien moderner Tierschutz und zukunftsweisender Umweltschutz Hand in Hand. Auch die durchdachten Lüftungs- und Heizsysteme sorgen nicht nur dafür, dass sich die Tiere wohlfühlen, sie sind auch umweltverträglich konzipiert.

     
Fotos: © C. Fürthner/PID

 

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